Liebe Bürgerinnen und Bürger,
ich bin 58 Jahre alt und überzeugter Rheinländer. Seit 1994 bin ich mit der Neunkirchenerin Stephanie Schmitt verheiratet, im August 2000 kam unser Sohn Peter zur Welt. Seit über 30 Jahren bin ich Mitglied der SPD.
1999 war ich SPD-Bürgermeisterkandidat, bin seit dieser Zeit im Gemeinderat und seit Herbst 2001 SPD-Fraktionsvorsitzender. Bei der Stadtverwaltung Troisdorf koordiniere ich verschiedene Großprojekte, bin Geschäftsführer des Deichverbandes Untere Sieg und Troisdorfer Geschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Was bedeutet mir mein Hobby als Ortspolitiker und SPD-Fraktionsvorsitzender?
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
heute nutze ich die Gelegenheit, um mich Ihnen vorzustellen.
Mein Name ist Robert Helten. 1940 wurde ich in Kall/Eifel geboren. Ich bin verheiratet und wohne seit 1980 in der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid.
1959 trat ich in den Dienst der Deutschen Bundesbahn. Dort war ich im Verkehrs- und Betriebsdienst tätig.
Von 1983 bis 1996 war ich hauptamtlicher gewerkschaftssekretär, zuletzt als Geschäftsführer und 1.Bevollmächtigter der heutigen „TRANSNET“.
In meiner Freizeit bin ich „Hobbykoch“ und pflege das heimatliche Brauchtum.
Seit ich in der Gemeinde wohne, engagiere ich mich in vielen Vereinen.
GG Artikel 4 (1): Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
was bedeutet der obige Artikel des Grundgesetzes für Sie?
Für mich bedeutet er, dass ich in der Wahl meiner Religion frei bin und meinen Glauben, so wie ich es möchte, leben darf. Das heißt für mich aber auch, dass mir durch meine Konfessionszugehörigkeit keine Steine in den Weg gelegt werden dürfen.
Nun fragen Sie sich sicherlich, warum ich Ihnen ausgerechnet diesen Grundgesetz-Artikel zitiere.
In der Vergangenheit haben wir häufiger über die Aktivitäten rund um das Antoniuskolleg berichtet und dazu Stellung bezogen. Wir haben uns für den Erhalt des AK unter der Trägerschaft der Salesianer stark gemacht, denn die Salesianer haben „ihre Schule“ selber finanziert!
Ende letzten Jahres wurde dem Rat der Gemeinde vom Bürgermeister mitgeteilt, dass der Malteser Orden die Trägerschaft für das Gymnasium übernehmen würde.
Die Bedingung: die Gemeinde hat die kompletten finanziellen Aufwendungen für die Sanierung oder den Neubau des Gymnasiums zu tragen.
Wie vielleicht einige von Ihnen wissen, ist für die Malteser eine wesentliche Grundlage der Erziehung „das im katholischen Glauben wurzelnde christliche Menschenbild".
Und jetzt frage ich Sie: Wären mit dieser Missionsarbeit auf Kosten der Gemeinde alle einverstanden?
Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren,
Vorab möchte ich betonen, dass ich als praktizierender Katholik brav meine Kirchensteuer zahle. Ich war in meiner Jugend nicht nur begeisterter Messdiener, nein, ich wäre – wenn es nach dem Willen meiner Eltern gegangen wäre - sogar Priester geworden. Übrigens: Meine Tante war Ordensfrau in Vallendar-Schönstatt. Aber ich bin trotz aller katholischen Gene, die ganz offensichtlich in mir stecken, weder Ordensmann, noch Priester noch Mitglied im Kirchenvorstand geworden. Stattdessen wurde ich christlich denkender Kommunalpolitiker. Das sollten Sie wissen, weil damit auch klar wird, warum ich mich mit dem bekannt starken Engagement für den Erhalt des AK unter der Trägerschaft der Salesianer ausgesprochen habe. Mir vorzuwerfen, ich wäre gegen die kirchliche Trägerschaft einer Ersatzschule, entbehrt jeder Grundlage und ist unverschämt.
Es war einmal ein Mann, dem wurde die Frau krank.
Da sie eine gute Ehe führten, war der Mann sehr besorgt.
Die Frau rief den Mann an ihr Krankenlager und sagte:
„Ich werde nicht mehr lange unter euch sein“
Der Mann war sehr verzweifelt und verfiel in tiefe Traurigkeit.
„Du bist der Fixstern in unserer Familie, du hast uns viele Jahrzehnte Orientierung und Halt gegeben, du bist das Leuchtfeuer in der (Bildungs-)Wüste, durch dich ist unsere Familie weit über die Grenzen des Dorfes bekannt. Wir können nicht ohne dich leben.“
Die Frau tröstete ihn: „Nimm meine Halbschwester Aishe zur Frau, die wird dir auch eine gute Frau sein.“
Der Mann holte die Halbschwester ins Haus und stellte sie seinen Kindern vor: „Ich werde sie zur Frau nehmen, wenn Eure Mutter nicht mehr ist und es wird alles so weiter gehen, wie bisher.“
Die Kinder waren froh, dass ihr Vater wieder Hoffnung für die Zukunft hatte.
Die Halbschwester aber machte Unterschiede zwischen den Kindern und schloss nicht alle in ihr Herz.
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