Sebastian Hartmann, MdB, zu Besuch an der Basis
Herr Hartmann, Sie waren am Samstag zu Gast bei den Zaungesprächen der SPD-Neunkirchen-Seelscheid westlich von Scherpemich. Rund 20 Bürgerinnen und Bürger haben dort über das Bauvorhaben in ihrem Dorf mit Ratsmitgliedern und der Fraktionsvorsitzenden Nicole Männig-Güney diskutiert. Welchen Eindruck haben Sie als ehemaliger Kommunalpolitiker von diesem Treffen?
Sebastian Hartmann: Ich halte es für sehr wichtig, auch als Partei frühzeitig Bürgerbeteiligungen ernst zu nehmen. Der persönliche Austausch vor Ort ist etwas anderes, als nur Pläne und Absichten zu kommunizieren. Er kann entscheidend sein, um unterschiedliche Perspektiven zu Bauvorhaben zu verstehen. Während einige Bürger und Bürgerinnen keine neue Bebauung wünschen, sehen andere Chancen, insbesondere wenn die Planung die Entwässerung berücksichtigt. Eine dritte Gruppe denkt daran, dass sie selbst absehbar bezahlbaren Wohnraum benötigen könnten. Es ist beeindruckend, wie viele Bürger und Bürgerinnen an dieser Runde teilgenommen haben. Die SPD-Politik zeichnet sich dadurch aus, dass wir respektvoll auf die Anregungen der Bürger eingehen und einen Dialog aufbauen. Es ist wichtig, klarzustellen, dass es im Rat andere Mehrheiten gibt, die nicht immer die Interessen der Bürger im Blick haben.
Anlässlich des geplanten Bauvorhabens westlich der Scherpemicher Straße, finden unsere Zaungesprache am 17.08.2024 statt.
Treffpunkt: 11:00 Uhr Veilchenweg/Rosenweg.
Zu den Zaungespächen am Samstag wird voraussichtlich Sebastian Hartmann, SPD-Bundestagsabgeordneter, stoßen, begleitet von Nicole Männig-Güney, Fraktionsvorsitzende und verschiedenen SPD-Ratsmitgliedern. Die Gesprächspartner/innen stehen gerade zum Thema Bauvorhaben zur Verfügung.
Wir würden uns daher freuen, Sie ab 11 Uhr begrüßen zu dürfen.
Parallel zu den Gesprächen in Pohlhausen am 20.07. liefen Kreistagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende Nicole Männig-Güney, Ortsvereinsvorsitzende Ira Wahab und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karin Jagusch durch Schöneshof. Während glückliche Kinder die mitgebrachten Seifenblasen direkt ausprobierten, wurden auch die Möglichkeiten für eine Mitarbeit in der SPD erörtert. "Es freut mich, dass wir nicht nur unsere Flyer verteilt haben, sondern nun auch noch ein neues aktives Mitglied für die Parteiarbeit gewinnen konnten," meint Ira Wahab.
In Schöneshof sorgte zuletzt eine geplante Bebauung am Walnußweg für Gesprächsstoff und war wie erwartet ein Thema. "Wir brauchen dringend Wohnraum für junge Familien, der bezahlbar ist und gemietet werden kann", betonte Karin Jagusch eins der wichtigsten Anliegen der SPD-Fraktion in den Gesprächen. Die geplanten Doppelhäuser am Ortsrand werden gemäß einem Gespräch mit dem jetzigen Grundstückseigentümer zwar nicht vermietet, aber zu einem finanzierbaren Betrag auf den Markt gebracht.
"Die Schaffung von Wohnraum ist eine der größten Herausforderungen in unserer Gemeinde," führt Nicole Männig-Güney aus: „Daher werden wir als nächstes auch zu Zaungesprächen nach Scherpemich gehen. Es ist uns wichtig, dass wir mit unseren Bürgern und Bürgerinnen in den Dialog gehen und uns nicht wegducken." In Scherpemich soll ein größerer Wohnkomplex in nachhaltiger Bauweise entstehen, der ebenfalls aktuell für Diskussionen sorgt.
Dr. Silvia Merk
EU kostet die Bürger so viel wie eine Tasse Kaffee pro Tag
In Deutschland sind wir es gewöhnt: Einzelne Länder zahlen mehr in den Haushalt ein als andere und umgekehrt. Diese Umverteilung soll helfen, dass die schwächeren Länder durch den Finanzausgleich unterstützt werden. Als eines der größten Länder der Europäischen Gemeinschaft zahlt Deutschland aber auch mehr Geld in den EU-Haushalt ein als es durch EU-Fördermittel und andere Zahlungen zurückbekommt. Doch nun wird am rechten Rand der Republik gefordert, die „Transferunion des Euro-Systems“ aufzukündigen.
Mit rund zehn Prozent des EU-Budgets ist Deutschland tatsächlich als Nettozahler eine der wichtigsten Finanzierungsquellen für die EU, deren Haushalt sich im Jahr 2023 auf rund 186,6 Milliarden Euro belief. Andererseits verfügte der deutsche Bundeshaushalt 2023 über etwa 476 Milliarden Euro. Setzt man jedoch die absolute Höhe der geleisteten Zahlungen der Staaten in Bezug zur jeweiligen Wirtschaftskraft und Bevölkerungszahl, dann ergibt sich ein anderes Bild. Denn Deutschland ist nun mal das größte und bevölkerungsreichste Land der EU.
Neben dem Bund erhalten die Bundesländer Leistungen von der EU, so erhält NRW zwischen 2021 und 2027 mindestens 2,5 Milliarden Euro, wovon rund 1,3 Mrd. Euro, aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stammen. Weitere Fördermittel stehen den vom Strukturwandel besonders betroffenen Regionen des nördlichen Ruhrgebiets und des rheinischen Reviers zur Verfügung. U.a. durch LEADER, einem Förderprogramm des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). So baut das Landwirtschaftsministerium NRW die Unterstützung der Regionalentwicklung im ländlichen Raum in den Jahren 2023 bis 2027 mit rund 120 Millionen Euro für innovative Projekte aus, die die EU in den LEADER-Regionen zur Verfügung stellt. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich je Projekt mit bis zu 20 Prozent der Fördermittel. In Neunkirchen-Seelscheid sind mit Unterstützung der SPD im Rat mehrere Projekte aus dem LEADER-Fonds eingerichtet worden, die wie z.B. in Dorfgemeinschaften zu mehr Wohn- und Lebensqualität beitragen.
Insgesamt profitiert Deutschland erheblich von seiner Mitgliedschaft in der EU, sowohl wirtschaftlich als auch politisch und Deutschland bleibt eine wichtige Stütze des europäischen Zusammenhalts.
Dr. Silvia Merk
Liebe Bürgerinnen und liebe Bürger,
in der letzten Ratssitzung erkundigte sich die SPD-Fraktion nach dem aktuellen Sachstand bezüglich der Errichtung eines Wochenmarktes. Der zuständige Leiter des Ordnungsamtes, Martin Kraemer, gab an, dass sich die Marktsatzung derzeit in Bearbeitung befinde und voraussichtlich in der kommenden Sitzung des Rates im September zur Abstimmung vorgelegt werde. Ein wichtiger Schritt, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Wochenmarkt festzulegen und zugleich sicherzustellen, dass er ordnungsgemäß betrieben werden kann.
Des Weiteren teilte die Verwaltung mit, dass sich die Werbegemeinschaft mit ihrem Erfahrungsschatz möglicherweise an der Umsetzung des Wochenmarktes beteiligen könnte. Die Einbindung der Werbegemeinschaft dürfte dazu beitragen, den Markt zu fördern und die lokale Wirtschaft anzukurbeln. Eine solche Zusammenarbeit stellt eine Win-win-Situation für alle Beteiligten dar und führt zu einer Attraktivitätssteigerung der Gemeinde.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Planung für die Errichtung des Wochenmarktes voranschreitet und wichtige Schritte unternommen werden, um die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Es wird erwartet, dass der Markt eine Bereicherung für unsere Gemeinde darstellt und dazu beiträgt, das lokale Angebot zu stärken sowie die Lebensqualität der Bürger zu verbessern, ohne dabei die sozialen und umweltspezifischen Aspekte außer Acht zu lassen.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,
Rhola Khalaf
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