Neunkirchen-Seelscheid ist bunt

Gemeinsam für Vielfalt und Demokratie

Am Anfang stand die einende, die gute Idee der sieben Initiatorinnen – unabhängige Bürgerinnen der Gemeinde, die den Mitbürger:innen aus anderen Ländern eine Bühne und eine Stimme gegen rechts geben wollten.

Seitens der SPD Ortsverein Neunkirchen-Seelscheid wagte sich die Genossin Ira Wahab auf die Bühne und erhielt viel Applaus für ihr mutiges und persönliches Statement.

„Wenn ich gefragt werde „wo kommst du her?“ antworte ich darauf „aus Düsseldorf“. Meistens wird das mit einem Lachen quittiert. Für mich ist das aber eine logische Antwort. Meine Eltern sind 1981 mit mir aus Afghanistan geflohen, damals war ich ein Jahr alt. Ich komme aus einem Land, in dem Mädchen nicht in die Schule gehen dürfen. Es ist das einzige Land weltweit, das Bildung für Mädchen und Frauen verbietet. Deutschland ist für uns zu unserer Heimat geworden. Hier fühlen wir uns wohl, hier fühlen wir uns sicher.

Dass Worte, wie „Remigration“ und „Deportation“, Worte sein würden, die ich meinen Töchtern erklären muss, und das im Jahr 2024, hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können. Das erste Mal, seit ich denken kann, habe ich Angst um die Zukunft unserer Kinder. Die jüngere meiner beiden Töchter hat mich kürzlich gefragt „Mama, müssen wir aus unserem Haus ausziehen? Wo gehen wir dann hin?“ - Meine Antwort? „Wir gehen nirgendwohin! Wir bleiben hier!“

Die SPD Neunkirchen-Seelscheid steht für Werte wie die Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie ein, jetzt gilt es sich beieinander unterzuhaken und geschlossen gegen alles aufzustehen, was rechts aufgestellt ist! Mein Wunsch für die Zukunft? Lassen Sie uns gemeinsam alles daran setzen, dass Neunkirchen-Seelscheid, Deutschland und die ganze Welt bunt und vielfältig bleibt!“

Seitens der SPD unterstützen wir alle den Widerstand gegen Rechts, auch wenn die Protagonisten oft wie der Wolf im Schafspelz auftreten.

Dr. Silvia Merk

Ein hohes Gut: Meinungs- und Pressefreiheit

Staatliche Finanzierung trägt zur Medienvielfalt bei

Wie das Nachrichtenportal Nius Mitte März berichtete, erhält die Deutsche Presseagentur (DPA) bis zu einer Million Euro Haushaltsmittel pro Jahr allein aus dem Bundesinnenministerium. Die DPA gilt als das zentrale Nervensystem der deutschen Medienlandschaft und versorgt unzählige Medien mit Berichten und Informationen. Außerdem ist die DPA eine gemeinnützige Organisation, die dem Gemeinwohl verpflichtet ist und nicht gewinnorientiert arbeitet. Die Finanzierung aus dem Bundesinnenministerium wirft jedoch auch Fragen auf.

Einige Kritiker - insbesondere aus dem rechten Lager - befürchten, dass die staatliche Finanzierung die Unabhängigkeit der Berichterstattung gefährdet. Die SPD hingegen argumentiert, dass gerade die staatliche Finanzierung dazu beiträgt, unabhängige und qualitativ hochwertige Berichterstattung sicherzustellen. Durch diese besonderen Finanzierungsmodalitäten erhalten auch kleinere Medienunternehmen Informationen, die sie sonst nicht erhalten würden, und sie trägt damit zur Vielfalt der Medienlandschaft bei. Im Gegensatz zu anderen Medien ist die DPA nicht von Werbeeinnahmen, Lobbyisten oder anderen Interessenten abhängig.
Zeitungen vertreten oft unterschiedliche politische Standpunkte und helfen damit den Bürger/innen, sich selbst eine Meinung auf der Basis von Fakten zu machen. Diese objektive und neutrale Berichterstattung ist uns - auch als SPD-Ortsverein Neunkirchen-Seelscheid - wichtig. Aber es ist ebenso wichtig, zugleich wachsam im Hinblick auf die staatlichen Beziehungen zu den Medieninstitutionen wie der DPA zu bleiben. Tatsächlich könnte das Verhältnis zwischen einem Bundesministerium und der Freien Presse je nach politischer Konstellation missbraucht werden. Wir bleiben also aufmerksam, denn nur so können wir die Meinungsfreiheit und -vielfalt in Deutschland wahren.

Mehr erfahren über SPD unter: spd-nks.de/der-ortsverein-stellt-sich-vor

Dr. Silvia Merk

Musikschule geht in kommunale Trägerschaft über

Gemeinde setzt sich aktiv für die Förderung von Kultur und Bildung ein

Im ersten Ausschuss für Ortsentwicklung, Kultur und Sport (OKSA) des Jahres herrschte unerwartete Einigkeit: Die anwesenden Vertreter der Ratsparteien stimmten geschlossen für die Übernahme der Musikschule in kommunale Trägerschaft.

Was war geschehen? Vor Kurzem wurde bekannt, dass der Kooperationsvertrag über die Gründung und den Betrieb einer Musikschule fristgerecht zum 31.07.2024 gekündigt werden musste. Aufgrund der bestehenden Honorarverträge mit den Musiklehrern müssten diese in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse übernommen werden – mit nicht absehbaren Belastungen für den Trägerverein. Als Ausweg aus dieser fatalen Situation wurde der Vorschlag erarbeitet, die Musikschule Neunkirchen-Seelscheid ab 01.08.2024 als gemeindliche Musikschule fortzuführen und die betroffenen Lehrer.innen als Mitarbeitende der Gemeinde anzustellen.

Inspiration fürs Klima - Gemeinsam ist mehr möglich

Der Runde Tisch Klima Neunkirchen Seelscheid präsentierte in den vergangenen drei Wochen täglich an verschiedenen Orten das inspirierende Filmprojekt „The Week“, bestehend aus einem fesselnden Dreiteiler. In den verschiedenen Lokalitäten versammelten sich zahlreiche, engagierte Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, um gemeinsam über die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Umwelt zu diskutieren und dagegen zu agieren.

Der erste Teil des Films wurde in der ersten Woche gezeigt und verdeutlicht eindringlich die aktuellen, globalen Umweltprobleme. Dieser Film rief beim Publikum wie auch bei den Menschen im Allgemeinen eine Bandbreite an Emotionen wie Betroffenheit, Angst, Wut und Trauer hervor. Der zweite, besonders aufrüttelnde Teil zeigt, wie es überhaupt zu dieser katastrophalen Situation kommen konnte, während der dritte Teil optimistisch das Projekt mit der Aussage abrundet, dass es noch nicht zu spät ist und jeder Einzelne seinen Beitrag leisten kann.

Zum Weltfrauentag 2024: Appell gegen Rückschritte

Frauen weltweit gehen seit über 100 Jahren am 8. März auf die Straße, um für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung zu kämpfen. Trotzdem gibt es immer noch Stimmen, die die Bedeutung des Weltfrauentags gering schätzen und stattdessen behaupten, dass Frauen das ganze Jahr über respektiert würden und keine speziellen Aktionstage brauchten. Der Weltfrauentag stellt indes die Benachteiligung von Frauen in allen Lebensbereichen in den Fokus. Das betrifft den Beruf, die Politik und das gesellschaftliche Leben. Es ist von großer Bedeutung, sich für Frauenrechte einzusetzen, insbesondere in Zeiten, in denen rechtspopulistische Kräfte an Einfluss gewinnen und Frauenrechte gefährden.  

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07.06.2026 19:19 Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung
Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. „Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Die zentrale Antwort… Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung weiterlesen

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

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