SPD treibt Bauleitplanung voran

Veröffentlicht am 29.10.2014 in Kommunalpolitik

Kurz nach der Kommunalwahl haben wir im Mitteilungsblatt die Vorstellungen der SPD-Fraktion zur baulichen Weiterentwicklung von Neunkirchen-Seelscheid erläutert. Wir haben deutlich gemacht, dass die planerische Entwicklung neuer Wohnbaugebiete „auf der grünen Wiese“ für die SPD keine Option darstellt. Nur folgerichtig war es daher, dass bereits in der ersten Ratssitzung nach der Kommunalwahl das schwarz-gelbe Wohnbauprojekt „Fliederhain-Süd“ Makulatur wurde.

Im Rahmen der Haushaltsklausur hat die Fraktion am 11.Oktober 2014 erste Konkretisierungen zur künftigen Bauleitplanung vorgenommen und Prüfaufträge über den Gemeinderat an die Verwaltung gerichtet.

Hohe Priorität genießt die Ansiedlung von gebietsverträglichem Gewerbe in unserer Gemeinde. Die Schaffung von Arbeitsplätzen in Neunkirchen-Seelscheid erhöht nicht nur das Steueraufkommen, sondern macht die Gemeinde attraktiv als Wohnstandort insbesondere für junge Familien. Allerdings schränken die topografische Lage und die Restriktionen durch den Gewässerschutz die Ansiedlungsmöglichkeiten von Gewerbebetrieben ein. Freie Flächen im planfestgestellten Gewerbegebiet Neunkirchen-Nordost stehen entweder nicht zur Verfügung oder sind topografisch nur bedingt geeignet. Einzig für den Bereich Seelscheid weist der Flächennutzungsplan mit Seelscheid-Nord an der B 56 eine Gewerbegebietsdarstellung auf.

Die SPD-Fraktion hat deshalb beantragt, die Gemeindeverwaltung zu beauftragen, mit dem Vorstand des gemeinsamen Kommunalunternehmens Much/Neunkirchen-Seelscheid über eine zeitnahe Entwicklung und Vermarktung des Gewerbegebietes Seelscheid-Nord zu verhandeln, um dort gebietsverträgliches Gewerbe ansiedeln zu können. Es soll dabei auch geprüft werden, ob und wie über die Darstellung des Flächennutzungsplanes hinaus eine Gebietserweiterung möglich ist.

Nachdem die seinerzeit geplante und umstrittene Biogasanlage vom Tisch ist, soll die Verwaltung kurzfristig klären, welche Entwicklungsmöglichkeiten für dieses Gebiet nunmehr bestehen.

Der Verzicht auf die Ausweisung neuer Wohnbaugebiete bedeutet nicht zwangsläufig einen Stillstand der wohnbaulichen Entwicklung in Neunkirchen-Seelscheid, zumal die leitungsgebundene technische Infrastruktur (Wasser/Abwasser) auf eine höhere Einwohnerzahl ausgerichtet ist. Und es darf in diesem Zusammenhang nicht außer Acht gelassen werden, dass sinkende Anschlusswerte durch einen Rückgang der Einwohnerzahlen und die damit verbundenen geringeren Abnahme- bzw. Einleitungsmengen aufgrund des Fixkostenanteils zu höheren Gebührensätzen und damit zu höheren Belastungen der Bevölkerung führen können. Dabei würde die Neuausweisung von Wohnbaugebieten nicht zwangsläufig zu einer Entlastung führen, weil die topografischen Verhältnisse in der Gemeinde und die Sicherheitsanforderungen an den Gewässerschutz durchaus höhere Aufwendungen der technischen Infrastruktur bedingen können.

Andererseits sollte von der Verwaltung geprüft werden, ob die wohnbauliche Weiterentwicklung in unserer Gemeinde neben der Schließung der vorhandenen Baulücken in den beplanten Bereichen durch Arrondierung bzw. Abrundung in den bereits durch Satzung abgegrenzten Ortslagen gestalten lässt, zumal dort bereits die technische Infrastruktur vorhanden ist.

Für den Bereich der bestehenden Sportanlage an der Höfferhofer Straße  in Neunkirchen sieht der Flächennutzungsplan eine Wohnbaufläche vor. Die Verlegung des Sportplatzes ist vor allem auch auf Grund der Anforderungen an den Lärmschutz für die dichter herangerückte Wohnbebauung geboten. Ein Sportplatzstandort ist schon aus Gründen des Schulsports in Neunkirchen beizubehalten. Daher ist die Verwaltung gefordert, Alternativen für einen neuen Standort einschließlich der die Finanzierungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit einer Veräußerung des Grundstücks und den Zeitrahmen für eine Umsetzung aufzuzeigen.

Suchen

Nicole Berka Bürgermeisterin

Taschengeldbörse Neunkirchen-Seelscheid

Sebastian Hartmann MdB

Deutscher Bundestag Mediathek

Bildergebnis für logo deutscher bundestag

SGK NRW

WDR - Landtagslupe

Lesetipp

Vorwärts

Nachrichtenticker

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Downloads

Haushaltsrede

Presse

Wahlbezirke

Wahlprogramm

Wahlzeitung