Schlag gegen die einheimische Wirtschaft

Veröffentlicht am 26.06.2004 in Ratsfraktion

Peter Schmitz

CDU vergibt die Planung der Schule Wolperath nach Düsseldorf
Erneuter Schlag gegen die örtlichen Betriebe

Drei Architekturbüros (DIL aus Düsseldorf, Zacharias aus St. Augustin und Niermann aus Neunkirchen) standen bereit und wären in der Lage gewesen, die lukrative Planung für den von der SPD geforderten Neubau der dritten Grundschule in Wolperath zu übernehmen. Wir drängten massiv darauf, diesmal den Steuerzahler aus unserer Gemeinde zu beauftragen. Jede Menge gute Gründe sprachen für das Architekturbüro aus Neunkirchen, und nicht zuletzt hätten wir damit auch erreicht, daß bei den Bauarbeiten weitere einheimische Betriebe zum Zuge gekommen wären. Ganz besonders dachten wir dabei an die Arbeitsplätze in unserer Gemeinde. Brotnötig, richtig und vernünftig wäre es gewesen.

Aber nix da - die alleinregierende CDU entschied sich am 22. Juni 2004 wieder einmal gegen einen Ortsansässigen und beauftragte statt dessen das "Hochglanz-Büro aus Düsseldorf". Nichts gegen deren Vorstellungsleistung - aber dieses weit entfernte Architekturbüro kennt ganz sicher nicht die Not der Betriebe aus Neunkirchen-Seelscheid. Wir dürfen jetzt wieder einen Generalunternehmer erwarten, der diesmal vermutlich aus Düsseldorf kommt. Er wird unsere örtlichen Baufirmen nicht kennen und sie schon alleine deshalb auch nicht berücksichtigen.

Es wird genauso kommen, wie beim Bau der Realschule und des Rathauses. Auch diese Vorhaben plante und baute kein Ortsansässiger. Schon damals entschied die CDU die Vergabe an Generalunternehmer, obwohl wir gefordert hatten, keine ortsfremde Großfirma zu beauftragen, die dann die satten Gewinne alleine einstreicht. Wir wollten durch Ausschreibung der einzelnen Gewerke (Rohbau, Dach, Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Fenster, Sonnenschutz, Wärmedämmung, Estrich, Fliesen, Holz, Innenausstattung, Außenanlagen usw.) eine Beteiligung der örtlichen Unternehmen an diesen Bauvorhaben ermöglichen. Das hätte sich schon damals positiv auf die Arbeitsplätze in Neunkirchen-Seelscheid ausgewirkt.

Aber auch schon 2001 gab's gegen die absolute CDU-Mehrheit kein Durchkommen, gute Gründe zählten nicht - und so kam, was kommen mußte! Beide Bauten wurden viel teurer, als ursprünglich vom Bürgermeister gerechnet, und Dank der Gnade der Generalunternehmer gab’s für unsere Firmen nur Brosamen:

Realschule rd. 5 Mio. €: es wurden von 34 Gewerken insgesamt 2 "Peanuts" (Fa. Schmitz für Vorhanganlage und Fa. Staubach für Pflasterarbeiten) nach Neunkirchen-Seelscheid vergeben. Toll!!

Erweiterung Rathaus rd. 4 Mio. €: es wurden 24 Gewerke ausgeführt, aber nur 3 örtliche Firmen (Staubach, Köchner und Arnolds) bekamen einen Auftrag. Ebenfalls toll!!

Und dann gibt's auch noch die Gewerbesteuer in unserer Gemeinde. Die wurde im Jahr 2000 von der CDU um 10 %-Punkte locker erhöht. Und ein Jahr später wieder eine Erhöhung, aber diesmal um 15 %-Punkte. Wiederum toll!!

Die örtliche CDU macht was sie will und alle anderen haben das Nachsehen.

Aber am 26. September 2004 findet die Gemeinderatswahl statt! Zeigen Sie dann der CDU und dem CDU-Bürgermeister, daß es um unsere Gemeinde geht und daß der Barthel den Most nicht in Düsseldorf holt!

Ich wünsche Ihnen trotzdem ein schönes Wochenende

Ihr Peter Schmitz
(SPD-Fraktionsvorsitzender)

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