Nach Torpedierung des Passagiernachtflugverbots bedarf es neuer Perspektive zur Lärmminderung

Veröffentlicht am 07.09.2012 in Verkehr

Die SPD-Landtagsabgeordneten des Rhein-Sieg-Kreises Dirk Schlömer und Achim Tüttenberg begrüßen die Vorschläge von NRW-Verkehrsminister Groschek (SPD), über eine neue Gebührenstaffelung mehr Schutz vor nächtlichem Fluglärm zu erreichen. Da Bundesrecht Landesrecht bricht, macht es aus ihrer Sicht keinen Sinn, juristisch gegen die Weisung von Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) zur Aufhebung des nächtlichen Passagierflugverbots vorzugehen.

In der aktuellen Debatte im Verkehrsausschuss des Landtags kritisierte Achim Tüttenberg den Aufruf der CDU-MdB Winkelmeier-Becker, das Land solle das Nachtflugverbot trotz der vom Bund reklamierten Rechtswidrigkeit in Kraft setzen: "Soll das Aufruf zum Rechtsbruch gegen den Bund sein? Wie soll auf diese Weise den Bürgern tatsächlich geholfen werden? Da erwarte ich mehr Seriosität und Verbindlichkeit." Das langfristige Ziel bleibt allerdings ein eindeutiges Nachtflugverbot für Passagierflugzeuge, stellten die Abgeordneten klar.

Achim Tüttenberg, MdL

Schlömer und Tüttenberg: "Es bestand eine einmalige Chance, die Situation für tausende leidende Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Sieg-Kreis spürbar zu verbessern, aber für Ramsauer scheinen allein wirtschaftliche Interessen zu zählen. Seine Entscheidung ist nicht nachvollziehbar und ausschließlich politisch motiviert. In anderen Regionen Deutschlands sind solche Nachtflugverbote möglich." Dabei wären die Einschnitte für den Flughafen Köln/Bonn vorherseh- und verkraftbar gewesen.

Außerdem werfen Schlömer und Tüttenberg der CDU in der Region vor, sie blende die Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Engagement für ruhigere Nächte. "Die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Winkelmeier-Becker, deren Ehemann und Siegburger CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Becker als Umwelt-Staatssekretär für Lärmschutz verantwortlich ist, hat in Berlin eklatant versagt", stellt Schlömer fest. Der Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen sei durch die Entscheidung von Verkehrsminister Ramsauer bereits entlarvt worden, habe dieser im NRW-Landtagswahlkampf doch noch eine Entscheidungskompetenz des Bundes bestritten und das nächtliche Passagierflugverbot der rot-grünen Landesregierung als "Täuschungsmanöver" bezeichnet. Die Nachtflugerlaubnis bis 2030 wurde 2008 vom damaligen Verkehrsminister Oliver Wittke erteilt. Er war bis zur gemeinsam verlorenen Landtagswahl Generalsekretär von Norbert Röttgen.

Suchen

Nicole Berka Bürgermeisterin

Taschengeldbörse Neunkirchen-Seelscheid

Sebastian Hartmann MdB

Deutscher Bundestag Mediathek

Bildergebnis für logo deutscher bundestag

SGK NRW

WDR - Landtagslupe

Lesetipp

Vorwärts

Nachrichtenticker

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Downloads

Haushaltsrede

Presse

Wahlbezirke

Wahlprogramm

Wahlzeitung