Wer hätt et erfongen?

Veröffentlicht am 23.02.2017 in Ratsfraktion

An die in der TV- Werbung, dort allerdings in bestem Schwizerdüsch aufgeworfene Frage eines Schweizer Kräuterdropsherstellers hinsichtlich dessen Urheberschaft an der Rezeptur seines bekannten Gaumenklebers fühlte man sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung erinnert. Dort nahmen CDU und Bürgernahe Grüne jeweils für sich das Erstgeburtsrecht an der Idee eines Bolzplatzes in dem am Ortsrand von Birkenfeld geplanten Wohngebiet in Anspruch. Dabei ist der Bolzplatzgedanke weder 2004 (Grüne) noch 1990, wie die CDU sogleich vollmundig für sich reklamierte, geboren worden.

Aber auch eine Bürgerin, nach deren Erinnerung es genau der 15. Mai 1973 um 13.31 Uhr (!) gewesen sein soll, als sie mit ihrem Ehemann anlässlich einer Wanderung durch unsere schöne bergische Landschaft eben dort eine Rast eingelegt haben und dabei auf das Fehlen eines Bolzplatzes hingewiesen haben will, liegt zeitlich daneben.

Denn die Idee, das jetzt geplante Wohngebiet Birkenfeld-Nord für die umliegende Wohnbevölkerung mit der Anlage eines Bolzplatz zu verschönern, ist weit früher geboren worden. Die Wenigsten unter uns werden sich allerdings noch daran erinnern können, als Gottvater persönlich zusammen mit Helmut Schmidt und seinem Freund Henry Kissinger über die Architektur der Welt nachdachten und dabei auch Ausschau hielten, wo sie die Menschheit mit einem Platz ballspielerischer Erbauung beglücken könnten. Da fiel plötzlich der Strahl göttlicher Erleuchtung auf ein kleines Fleckchen Erde, dessen bergisch- ländliche Strukturen gerade schon sichtbar waren. Das sich im göttlichen Sonnenstrahl schnell erwärmende Gelände fiel Helmut Schmidt sofort auf und er zupfte seinen Freund Henry Kissinger am Ärmel seines Gewandes, um ihn an seiner Aufmerksamkeit teilhaben zu lassen. Da geriet auch Henry in größte Verzückung und tat den überlieferten bemerkenswerten Ausspruch "What a nice field of vision!"

Wie das bei Überlieferungen vom Hörensagen so seine Zwangsläufigkeit hat - man denke an die Ergebnisse von Wortfindungen bei "Stille Post" - wurde aus der wörtlichen englischen Übersetzung "Blickfeld" in Folge einer damals um sich greifenden mundfaulen Verkürzungsepidemie zunächst "Birken" und im Zuge der späteren dörflichen Ansiedlung auf diesem Feld lag dann auch irgendwann die Ortsbezeichnung Birkenfeld nahe. Was aber immer noch fehlte, war die Umsetzung der himmlischen Idee eines Bolzplatzes. Aber Dank des langen Atems göttlicher Vorsehung ist es nun nicht mehr weit bis zur Realisierung eines Bolzplatzes. Übrigens hat Helmut Schmidt lange noch über das Wort "Vision" nachgegrübelt, bis ihm die Erkenntnis kam, "wer Visionen hat, der solle zum Arzt gehen." So, dann hätten wir auch das geklärt. Alaaf!

Suchen

Nicole Berka Bürgermeisterin

Taschengeldbörse Neunkirchen-Seelscheid

Sebastian Hartmann MdB

Deutscher Bundestag Mediathek

Bildergebnis für logo deutscher bundestag

SGK NRW

WDR - Landtagslupe

Lesetipp

Vorwärts

Nachrichtenticker

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Downloads

Haushaltsrede

Presse

Wahlbezirke

Wahlprogramm

Wahlzeitung