Veränderte Bestattungskultur

Veröffentlicht am 26.10.2011 in Kommunalpolitik

Richmut Rein

Friedhofs- und Bestattungskultur haben sich in den letzten Jahren auch auf dem Land stark verändert.
Die Grabpflege ist für viele Bürger nicht mehr selbstverständlich und auch aus den unterschiedlichsten Gründen nicht immer zu leisten.
Diese Tatsache hat die SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid zum Anlass genommen, in einem neuerlichen Antrag auf eine Erweiterung des Bestattungsangebotes zu drängen. Der Vorstand der Gemeindewerke soll demnach prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Kosten Beisetzungsmöglichkeiten für Totenasche im Wurzelbereich von Bäumen auf den kommunalen Friedhöfen der Gemeinde möglich sind.

Ein früherer SPD-Antrag zu diesem Thema befasste sich unter anderem mit Gemeinschaftsgrabstätten für Urnenbestattungen. Nach unseren Vorstellungen sollten die besonderen Bestattungsflächen mit Stelen möbliert werden, die mit den Namen der dort Bestatteten beschriftet werden können.
In der Sitzung des Verwaltungsrates der Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) am 18.10.2011 stand der SPD-Antrag "Totenasche auf den Friedhöfen unserer Gemeinde" auf der Tagesordnung. Vor der Sitzung fand aus diesem Grund eine Besichtigung auf den Friedhöfen in Seelscheid und Neunkirchen statt.
In Seelscheid, so hatte der Vorstand der Gemeindewerke, bereits in der entsprechenden Beschlussvorlage festgehalten, sind "auf dem westlichen Teil des kommunalen Friedhofes die Voraussetzungen für Wurzelbestattungen an dort bereits vorhandenen, geeigneten Bäumen“ möglich. "Freie Flächen sind in diesem Bereich mit geeigneten Bäumen aufzuforsten." Hier wird sich also der Gedanke der Baumbestattung bald umsetzen lassen. Außerdem wurde auch ein Platz zur Aufstellung von Stelen gezeigt.
Für Neunkirchen wird vorgeschlagen, auf der bislang ungenutzten Fläche des Friedhofes, angrenzend an den neu geschaffenen Parkplatz, eine Wildobstwiese mit schon größeren Bäumen anzulegen, um hier Wurzelraumbestattungen zu ermöglichen; ebenso sind halbanonyme Gemeinschaftsgrabflächen für Urnenbestattungen mit Stelen vorgesehen.
Die SPD-Fraktion begrüßt es ausdrücklich, dass dieses Thema so ausführlich und sachlich diskutiert wurde und dass der Vorstand der Gemeindewerke zugesichert hat, unverzüglich die notwenigen Schritte einzuleiten, um diese Arten der Bestattungen auch hier in unserer Gemeinde den Bürgerinnen und Bürgern anbieten zu können.
In Gesprächen mit den ortsansässigen Bestattungsunternehmen haben wir bestätigt bekommen, dass dieses Angebot gewünscht wird.
Sehr zu begrüßen ist außerdem, dass in Seelscheid und in Neunkirchen die erforderlichen Flächen in bzw. an den Friedhöfen angelegt werden können, und somit die Wohnortnähe gegeben ist.

Richmut Rein
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