Gärten des Grauens

Veröffentlicht am 11.09.2019 in Kommunalpolitik

Lebendiges Grün statt sterile Schotterwüsten

In der jüngsten Sitzung des Energie-, Umwelt- und Planungsausschusses stand die Beratung verschiedener Bebauungspläne an. Neben den üblicherweise vorzunehmenden Festsetzungen zu Art, Umfang, Größe und Dachneigungen sind auch Regelungen zu den nicht überbaubaren Flächen zu treffen. Die Bedeutung von Begrünungsmaßnahmen ist nicht zu unterschätzen. Bereits in den späten 80er Jahren hatte die Gemeindeverwaltung den Grundstückserwerbern und Bauherren mit der Broschüre „Mut zum naturnahen Garten“ Anregungen und Tipps zur Gartengestaltung mit auf den Weg gegeben. Meldungen über einen Rückgang z.B. von Insekten und auch deren Häufigkeit nehmen zu, weil ihre Lebensräume im Zuge von Baumaßnahmen verändert oder sogar zerstört wurden.

Vor diesem Hintergrund beantragte die SPD-Fraktion, die Freiflächen der im Bebauungsplan auszuweisenden Grundstücke gärtnerisch zu gestalten, um einen wichtigen Beitrag für das Kleinklima auch zur Schaffung und zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Damit sollte auch die Anlage von Schotterwüsten ausgeschlossen werden.

Leider ist die Einsicht, dass auch die Gartengestaltung einen wichtigen Beitrag für Klimaschutz und Artenvielfalt leisten kann, nicht überall verbreitet. Statt der Anpflanzung mit hier heimischen Sträuchern, Bäumen oder einer Blumenwiese werden als vermeintliche pflegeleichte Alternative monotone Schotterflächen angelegt, die treffend „Gärten des Grauens“ genannt werden. Dass solche Steinwüsten auch angesichts von Temperaturanstieg und Trockenheit das Kleinklima vor Ort beeinträchtigen, während begrünte und bepflanzte Gärten Feuchtigkeit speichern und Lebensraum und Rückzugsgebiet für die Tierwelt sind, dürfte hinlänglich bekannt sein. Erfüllen sie doch wichtige ökologische Funktionen und halten die Stoffkreisläufe in Gang. Das überstrapazierte offensichtlich auch die Einsichtsfähigkeit der Ausschussvertreter von CDU und FDP. Wollten sie doch die Gartengestaltung ausschließlich ins Belieben der Grundstückseigentümer stellen, wozu auch die Anlage der sterilen Schotterwüsten gehören soll. Dem ist die Ausschussmehrheit von SPD, den beiden Grünenfraktionen und der Vertreter von WfNkS entgegen getreten.

Suchen

Nicole Berka Bürgermeisterin

Taschengeldbörse Neunkirchen-Seelscheid

Sebastian Hartmann MdB

Deutscher Bundestag Mediathek

Bildergebnis für logo deutscher bundestag

SGK NRW

WDR - Landtagslupe

Lesetipp

Vorwärts

Nachrichtenticker

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Downloads

Haushaltsrede

Presse

Wahlbezirke

Wahlprogramm

Wahlzeitung