Das Mantra von der Machbarkeit

Veröffentlicht am 01.09.2021 in Verkehr

Wolfgang Maus

Grüne sperren sich gegen einen Teilausbau der B 507

Es war eigentlich vorhersehbar: In der jüngsten Sitzung der Ausschusses für Planen, Bauen und Wohnen hat die SPD-Fraktion beantragt, dass sich die Gemeinde für den Ausbau der B 507 im Teilabschnitt zwischen dem Wahnbachtal und dem Abzweig nach Pohlhausen einsetzen möge. Gerade dieser Teil der Bundesstraße ist recht schmal und hat weder Standstreifen noch Radweg. Hierüber mit dem Rad nach Siegburg oder Rösrath fahren zu wollen, ist lebensgefährlich. Wir hatten über unseren Vorschlag bereits an dieser Stelle berichtet. Unbestritten ist, dass auch der Bereich bis zum Kreisverkehr am Ortseingang von Neunkirchen einbezogen werden muss.

Es handelt sich daher nur um einen ersten Schritt, dem eine Gesamtplanung zugrunde zu legen sein wird. Mit dem Vorstoß sollte endlich mal ein Anfang gemacht und dieser Bereich beim zuständigen Landesbetrieb Straßenbau angemeldet werden. In der Sitzung kam es, wie es kommen musste: Die Neugrünen beteten mal wieder ihr Mantra vor, es müsse zunächst die von ihnen beantragte, aber mangels eines bereits vorliegenden genehmigten Haushalts noch überhaupt nicht beauftragte Machbarkeitsstudie zur Radverkehrsmobilität abgewartet werden, wohl wissend, dass sich die nach den grünen Vorstellungen gewünschte Studie auf den Bereich der B 507 gar nicht bezieht. Ernsthaft wurde zudem der Eindruck vermittelt, die Landesstraßenbehörde würde sich bei Bedarf schon bei der Gemeinde melden. Scheinbar unbekannt ist, dass für Straßenbaumaßnahmen in der Zuständigkeit des Landes lange Einplanungszeiträume bestehen und, wie andere Beispiele in der Gemeinde eindrucksvoll beweisen, man dort immer wieder beharrlich und hartnäckig selbst vorstellig werden muss, damit irgendwann etwas geschieht.

Die mittlerweile aufgehobene Sperrung der B 507 nach Sanierung

Ein vor einigen Monaten zur Umfahrung der B 507 von der SPD gemachter Vorschlag, Radverkehr aus dem Wahnbachtal über einen Ausbau des Wirtschaftsweges nach Herkenrath Richtung Pohlhausen zu führen, was kostengünstig mit eigenen Mitteln und ohne große Planung möglich ist, war reflexartig mit Hinweis auf die gleiche beantragte Machbarkeitsstudie fadenscheinig beerdigt worden.

Die allseits gepriesene Mobilitätswende sieht anders aus. Ganz gespannt sind wir, wie die Grünen im Schlepptau der CDU mit der in der kommenden Ratssitzung vorzustellenden Studie für eine Wegeverbindung für Rad und Fußgänger zwischen Neunkirchen und Seelscheid umgehen. Es wäre zu schade, wenn die im Ideenwettbewerb „Mobility Vision 2025“ mit dem ersten Preis belohnten Überlegungen von Schülerinnen des Antoniuskollegs zum mobilen Zusammenwachsen der beiden Hauptorte unserer Gemeinde nach der Präsentation mit der gleichen widersinnigen Argumentation vom Tisch gefegt würden.

Suchen

Nicole Berka Bürgermeisterin

Taschengeldbörse Neunkirchen-Seelscheid

Sebastian Hartmann MdB

Deutscher Bundestag Mediathek

Bildergebnis für logo deutscher bundestag

SGK NRW

WDR - Landtagslupe

Lesetipp

Vorwärts

Nachrichtenticker

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Downloads

Haushaltsrede

Presse

Wahlbezirke

Wahlprogramm

Wahlzeitung