„Angst essen Seele auf“ oder:

Veröffentlicht am 06.06.2008 in Gesellschaft

die subjektiv gefühlte Unsicherheit in Neunkichen-Seelscheid

Die Kriminalitätsbelastung in unserer Gemeinde wurde bisher als zu
vernachlässigende Größe betrachtet.

Vandalismus, „Regelverletzungen“ und unerwünschte soziale Verhaltensweisen verbreiten Angst und mindern die Lebensqualität.

Sicherheit ist ein wichtiges Thema, weil es existenzielle Qualität hat.
Interessant ist, dass die Bedeutung des Themas schlagartig dann zunimmt, wenn es ein Zusammenspiel zwischen Politik und Medien gibt. Eine Partei hat das Thema angestoßen, andere reagieren und die Medien greifen das Thema auf. Die Bedeutung eines sozialen Problems wird in der Bevölkerung davon abgeleitet, wie Medien darüber berichten.

Jeder ist betroffen, weil er sich vorstellen kann, wie er selbst Opfer einer Straftat wird, und zwar unabhängig von seiner sozialen Lage, davon, wo er wohnt, egal ob er jung oder alt ist, männlich oder weiblich.

Ob die realen Zahlen wie in den letzten Jahren eher konstant sind oder tatsächlich ansteigen, ist dabei nicht entscheidend. Es geht hier durch die Aufzählung von Ereignissen der letzten Zeit um subjektiv gefühlte Sicherheit aller und für die meisten nicht um direkte Betroffenheit. Die Bedeutung von Sicherheit und Kriminalität wird dadurch hergestellt, dass die Bevölkerung allgemeine Sorgen in dieses Problemfeld hineinprojiziert.

Eher allgemeine Sorgen und Unzufriedenheit über den Zustand der Gesellschaft, Werteverfall, Veränderungen im Wohnumfeld, unsoziales Verhalten, rüde Umgangsformen, Arbeitsplatzverluste, chaotische Entwicklungen auf den Finanzmärkten oder kriminelle Schnüffelaktionen in Firmen. Solche Sorgen finden dann thematisch ein nahes Feld und die „Aufklärer“ erreichen, dass die Bevölkerung auf solche öffentlich geführten Debatten anspringt. Die Einschätzungen sind dabei eine Momentaufnahme und die Gefahr besteht, dass das Thema als Wahlkampfthema hochstilisiert wird, weil bestimmte Politiker glauben, sie könnten damit Kompetenz und Bürgernähe demonstrieren.

Die SPD Neunkirchen - Seelscheid nimmt die Sorgen betroffener Bürger ernst, aber hält ein solches Thema für einen Wahlkampf als völlig ungeeignet.

Sicherheitspartnerschaften weiter ausbauen und stärken - statt „schwarzer Sheriffs“.

Gute Erfahrungen haben die Städte und Gemein­den mit Sicherheitspartnerschaften gemacht. Diese bringen alle Verantwortlichen an einen Tisch, um Sicherheit und Ordnung besser gewährleisten zu können. Die gute Zusammenarbeit zwischen kommunaler Verwaltung und Behörden haben in Neunkirchen-Seelscheid auch bei den letzten Vorfällen zum Erfolg geführt.

Partnerschaften zur Prävention für Sicherheit und Ordnung können dabei viel weiter gehen.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund und die Gewerkschaft der Polizei haben in einem Positionspapier viele gute Beispiele aufgeführt, wie sich alle an der Verbesserung der „Sicherheitslage“ und dem Gefühl von Sicherheit beteiligen können: „Je nachdem, welche Problemlage Gegen­stand der Ordnungspartnerschaft ist, kommen als weitere Partner zum Beispiel Verkehrsunternehmen, Schulen und Schulämter, Kirchengemeinden, Sport­verbände, Weißer Ring, Krankenkassen, Sparkassen, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft, Träger der freien Wohlfahrtsverbände, Seniorenbeiräte, Ausländer­beiräte, Kinderschutzbund, Einzelhandel und andere örtliche Initiativen in Betracht.“ Dazu könnte man auch eine Werbegemeinschaft zählen, bevor sie einen privaten Sicherheitsdienst beauftragt.

Sicherheit ist eine Aufgabe, die alle etwas angeht und das ständig.

Es wird die mangelnde Zivilcourage beklagt, wenn es z. B nur darum geht, als Zeuge aufzutreten, um die Anzeige zum Verkauf von Alkohol an Jugendliche zu manifestieren.

Weitere Hintergrundinformationen zu diesem Thema siehe Deutscher Städte- und Gemeindebund.

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