Einheitlicher NRW-Tarif und mehr Geld für Busse und Bahnen

Veröffentlicht am 28.01.2017 in Verkehr

Schlömer stellt im Landtag Bericht zur Zukunft des Nahverkehrs vor:

 

Gut zwei Jahre hat die Enquetekommission „Zukunft des Öffentlichen Personennahverkehrs“ im Landtag mit Experten beraten und diskutiert. „Wir wollen den Tarifdschungel lichten und einen einheitlichen NRW-Tarif, der sich schlicht an Fahrtzeit oder –strecke orientiert. Die Digitalisierung bietet gute Chancen für ein Ticketsystem aus Nutzersicht. Außerdem braucht es mehr Geld für Busse und Bahnen“, betont der Landtagsabgeordnete für Rhein-Sieg, Dirk Schlömer (SPD), der in der heutigen Plenarsitzung zur Vorstellung des Abschlussberichts der Kommission für seine Fraktion sprach. Dieser Bericht zeigt Wege zu einem attraktiven und bezahlbaren Nahverkehrsangebot in ganz Nordrhein-Westfalen auf.

Außerdem empfiehlt der Abschlussbericht eine bessere Zusammenarbeit und Standardisierung der Strukturen mit drei Zweckverbänden, acht Verkehrsverbünden und hunderten Verkehrsunternehmen. In Zukunft sollen die Belange des Nahverkehrs zudem bereits bei der Städtebauplanung besser berücksichtigt werden.

Ein besonderes Augenmerk legt Schlömer auf die Zukunftsfestigkeit des Nahverkehrs im ländlichen Raum. „Auch auf dem Land müssen die Menschen zu bezahlbaren Preisen von A nach B kommen. Im östlichen Rhein-Sieg-Kreis haben wir gerade gezeigt: Wenn das Angebot stimmt, wird es auch angenommen. Und durch bessere Auslastung, sinken die Kosten.“

Mit der Novellierung des ÖPNV-Gesetzes im Dezember haben SPD und GRÜNE den Nahverkehr in NRW bereits zukunftssicher gemacht, die Investitionspauschale um 30 Millionen Euro erhöht und die Finanzierung langfristig gesichert. "Außerdem haben wir die Möglichkeit geschaffen, regionale Schnellbuslinien zu fördern. Dies bietet die Chance, Gebiete ohne Bahnanschluss besser an die Ballungszentren anzuschließen und ist vielleicht auch ein Modell für Gemeinden wie Neunkirchen-Seelscheid, Much oder Ruppichteroth“, so Schlömer.

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