Arm trotz Arbeit

Veröffentlicht am 31.03.2013 in Bundespolitik

von Karin Nink, Chefredakteurin des "vorwärts"

"Man kann schnell arm werden in Deutschland - trotz Arbeit. Wie das geht? Offenbar recht einfach. Immer mehr Männer und vor allem Frauen in Deutschland müssen zu Niedrigstlöhnen und in unsicheren Arbeitsverhältnissen arbeiten, weil sie keine gute Ausbildung haben, weil sie Alleinerziehende sind, weil sie nicht den geraden Berufsweg gehen konnten, weil ...

Es ist richtig: Die Wettbewerbsbedingungen haben sich für viele Unternehmen durch die Globalisierung verschärft. Es ist aber auch richtig, dass die Folgen nicht einfach auf dem Buckel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen werden dürfen. Vor allem darf es nicht sein, dass skrupellose Unternehmen ihre Gunst der Stunde nutzen, Mitarbeiter unter Druck setzen und ihnen ihre Arbeitnehmerrechte streitig machen.

Auch die Politik hat Fehler gemacht, als sie das deutsche Arbeits- und Sozialsystem modernisierte. Sie hat der Wirtschaft zu sehr vertraut und nicht schnell genug reagiert, als der Missbrauch und die Fehlentwicklungen von vernünftig Reformen deutlich wurden. Selbst die Gewerkschaften haben geschlafen. Denn wäre mit der Zeit- und Leiharbeit ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt worden, hätte es viele Auswüchse nicht gegeben.

Die Fehlentwicklungen sind längst erkannt. Es wird höchste Zeit, sie zu korrigieren. Die christlich-liberale Koalition hat das nicht getan. Die SPD wird es tun. Denn Deutschland wird nur wirtschaftlich stark bleiben, wenn wir an einem vernünftigen Miteinander von Arbeitgebern und Arbeitnehmern festhalten. Andere Länder beneiden uns darum. Die Arbeitgeber sollten sich daran erinnern."

aus "vorwärts", April 2013

Suchen

Nicole Berka Bürgermeisterin

Taschengeldbörse Neunkirchen-Seelscheid

Sebastian Hartmann MdB

Deutscher Bundestag Mediathek

Bildergebnis für logo deutscher bundestag

SGK NRW

WDR - Landtagslupe

Lesetipp

Vorwärts

Nachrichtenticker

07.06.2026 19:19 Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung
Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. „Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Die zentrale Antwort… Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung weiterlesen

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Downloads

Haushaltsrede

Presse

Wahlbezirke

Wahlprogramm

Wahlzeitung